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Bauholding Strabag mit grossen Ambitionen

Vom österreichischen Mitläufer an die Spitze Europas

Mit der Übernahme der Ostschweizer Egolf-Gruppe ist die österreichische Bauholding Strabag SE ihrem Ziel, grösster Baukonzern Europas zu werden, einen kleinen Schritt näher gekommen. Als wichtigste Wachstumsmärkte gelten weiterhin Ost- und Südosteuropa, grosse Chancen sieht man im Betrieb von Autobahnen oder Flughäfen.

M. K. Wien, 19. Oktober

Es ist kein Zufall, dass sich die Bauholding Strabag als eine der ersten europäischen Gesellschaften mit dem Zusatz SE (Societas Europaea) schmücken kann. Der Gründer, Grossaktionär und Vorstandschef der Bauholding Strabag SE, Hans-Peter Haselsteiner, hatte konsequent darauf hingearbeitet. Kaum eine Medienkonferenz in den letzten Jahren, in der er nicht darauf verwies, dass es nicht mehr lange dauern könne. Die Europa AG, die SE, ist nicht nur eine Marotte des überzeugten Europäers, vorrangig sieht Haselsteiner die damit verbundenen gesellschaftsrechtlichen Vorteile sowie Einsparungen, könne man doch mit deutlich weniger Tochtergesellschaften auskommen als bisher. Auch das Fusionieren falle mit der SE leichter, wiewohl es noch keine konkreten Pläne gebe. Haselsteiner war schon bisher ein Meister der Um- und Neustrukturierung.

Es gibt wohl keinen österreichischen Konzern, der in den letzten Jahren so oft in neue Gesellschaftsgewänder gesteckt wurde wie die Bauholding-Gruppe - auch wenn das nicht aus Jux und Tollerei geschah, gelegentlich auch zur Finanzierung von Akquisitionen notwendig wurde. Der Kurzauftritt an der Wiener Börse (IPO 1990, Dekotierung 2003) passt gut ins Bild - Zweckmässigkeit geht vor Sentimentalitäten, auch wenn Haselsteiner auf dem Weg nach oben von Letzteren nicht ganz frei geblieben ist.

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