Zetra International

Zurück zur Übersicht

Verkauf der Injecta

NEUINVESTOREN · Alu-Menziken-Gruppe steigt aus

AZ vom Mittwoch, 10. März 2004 

Das Ende einer langen Verwandtschaft: Rückwirkend per Anfang 2004 hat das Familienunternehmen Alu Menziken die Injecta Druckguss AG an eine «schweizerische Investorengruppe» verkauft. Beschäftigte und Medien wurden gestern Abend darüber informiert. Die Menziker Gruppe wolle sich verstärkt auf ihre Hauptkompetenz, die Aluminiumextrusion, konzentrieren, begründete Firmensprecher Robert Cathomas den Schritt. Er bestätigte, dass ein anstehender Injecta-Investitionsentscheid mit eine Rolle gespielt habe. Cathomas liess durchblicken, dass die Alu Menziken ihre Energie in die Lösung ihrer Hausaufgaben investieren wolle.

Die Injecta entwickelt, giesst und veredelt anspruchsvolle Druckgussteile aus Aluminium und Zink, ebenso montagefertige Baugruppen. Ihre internationale Kundschaft stammt aus den Branchen technische Konsumgüter, Elektrotechnik, Design und Autoindustrie. Der letztjährige Umsatz wird mit 36 (Vorjahr 30) Mio. Franken beziffert.

Die neuen Eigentümer . . .
Als neue Injecta-Eigentümerin tritt die Arcrim Holding AG in Erscheinung. Diese Firma ist unlängst zum Zweck der Injecta-Übernahme gegründet worden, wie der designierte Verwaltungsratspräsident, Karl Weber, gegenüber der Mittelland Zeitung ergänzte. Gemäss Webers Angaben steht eine Gruppe von Investoren schweizerischer und deutscher Herkunft hinter dieser Arcrim Holding. Bei der Übernahme handelt es sich um einen so genannten Management-Buy-in (MBI): Das Giesserei-Fachwissen bringe der Süddeutsche Roland Flechshaar ein. Dieser dürfte denn auch die operative Führung der Injecta übernehmen. Weber selber, von Haus aus Ökonom, war früher unter anderem im Kraftwerksgeschäft der «alten» ABB tätig; heute ist er im Immobiliengeschäft (immra Zürich) tätig.

. . . und ihre Absichten
Der traditionsreiche Produktionsstandort Teufenthal bleibe erhalten, hielt die Alu Menziken als Verkäuferin fest. Die Injecta, im Alu-Druckgussmarkt gut positioniert, solle «weiterentwickelt» werden. Seitens der neuen Eigentümer meinte Weber gestern Abend, man sei sich vergleichsweise schnell handelseinig geworden. Die Neuinvestoren seien davon überzeugt, dass das Unternehmen über «sehr viel Potenzial» verfüge. Wie dieses in neuer (Eigentümer-)Umgebung ausgeschöpft werden soll, muss sich weisen. Dem Vernehmen nach hatten sich mehrere Parteien für die Injecta interessiert.

Suche|Sitemap|Impressum